KI und Datenschutz im Bau: Was Schweizer Firmen wissen müssen
- 26. März
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
Warum ist Datenschutz bei KI im Bau besonders kritisch?
Bauunternehmen verarbeiten bei jeder Ausschreibung eine Kombination aus vertraulichen, personenbezogenen und wettbewerbsrelevanten Daten. Das macht den KI-Einsatz im Bau datenschutzrechtlich anspruchsvoller als in den meisten anderen Branchen.
Eine typische Ausschreibung umfasst 200 bis über 5'000 Seiten. Darin stecken Vertragsbedingungen, Leistungsverzeichnisse, Pläne und oft auch personenbezogene Daten von Bauherren, Architekten und Projektbeteiligten. Dazu kommen Geheimhaltungsvereinbarungen (NDAs), die Sie mit dem Auftraggeber unterzeichnet haben.
Wenn man diese Dokumente in ein KI-Tool hochlädt, um relevante Anforderungen schneller zu finden, stellen sich sofort drei Fragen: Darf dieses Tool die Daten verarbeiten? Wo werden sie gespeichert? Und werden sie zum Training des Modells verwendet?
Die meisten Bauunternehmen können keine dieser Fragen beantworten. Das ist das eigentliche Risiko.
Was ist Shadow AI und warum betrifft es Bauunternehmen?
Shadow AI bedeutet, dass Mitarbeitende KI-Tools nutzen, ohne dass das Unternehmen davon weiß oder es freigegeben hat. Aus Gesprächen mit Schweizer Bauunternehmen wissen wir: Die Mehrheit der KI-Nutzung passiert im Schatten. Ein Mitarbeiter lädt ein Ausschreibungsdokument in die Gratisversion von ChatGPT, um eine Zusammenfassung zu bekommen.
Das Problem dabei ist nicht die Nutzung an sich. Das Problem ist, dass diese Tools in der Gratisversion Ihre Daten zum Training verwenden dürfen. Und selbst die kostenpflichtige Plus-Version bietet keinen Unternehmensvertrag. Sie können dort einen Schalter umlegen, der das Training deaktiviert. Aber das ist eine freiwillige Einstellung, keine vertragliche Absicherung.
Für Bauunternehmen, die regelmäßig mit vertraulichen Anforderungskatalogen und NDAs arbeiten, ist Shadow AI keine theoretische Gefahr. Es ist ein konkretes Haftungsrisiko.
Welche Haftungsrisiken bestehen nach Schweizer Datenschutzgesetz?
Nach dem Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) haftet die verantwortliche Person persönlich mit bis zu CHF 250'000, wenn geeignete Maßnahmen zur Datensicherheit fehlen. Das betrifft direkt die Geschäftsleitung.
Zwei Szenarien sind relevant: Wenn Sie als Geschäftsführer keine internen Weisungen zur KI-Nutzung erlassen haben und ein Mitarbeiter vertrauliche Daten hochlädt, haften Sie persönlich. Wenn Sie korrekt instruiert haben und der Mitarbeiter trotzdem falsch handelt, haftet der Mitarbeiter. Entscheidend ist: Sie müssen nachweisen können, dass Sie richtig instruiert haben.
Zusätzlich zum DSG gilt für alle Unternehmen, die in der EU Geschäfte machen, der EU AI Act. Dort gibt es eine Klassifizierung nach Risikostufen. Besonders kritisch wird es, wenn KI-Systeme über Menschen entscheiden, etwa bei der automatisierten Bewertung von Bewerbungen.
Für die Baubranche ist ein weiterer Punkt relevant: Das Schweizer Datenschutzgesetz schützt Daten von Personen und Firmen. Wenn Sie also Konstruktionsdetails in ein amerikanisches KI-Tool eingeben, haben Sie zwar nicht zwingend gegen das DSG verstoßen. Aber Sie haben möglicherweise Geschäftsgeheimnisse preisgegeben, die nicht mehr zurückgeholt werden können.
Warum generische KI-Tools für Baudaten nicht taugen
ChatGPT, Google Gemini, Microsoft Co-Pilot: Diese Tools sind für den allgemeinen Gebrauch gebaut. Für Bauunternehmen, die mit vertraulichen Ausschreibungsdaten arbeiten, sind sie aus mehreren Gründen problematisch.
Gratisversionen nutzen Ihre Daten zum Training
ChatGPT Free, Google Gemini Free, Co-Pilot Free: Diese Versionen existieren, damit der Anbieter Ihre Eingaben für das nächste Modelltraining verwenden kann. Jede Ausschreibung, jede Kalkulation, jeder Vertragsentwurf, den Sie dort eingeben, wird Teil eines Datenpools, über den Sie keine Kontrolle mehr haben.
Generische Modelle verstehen Ihre Branche nicht
Ein Kalkulator braucht kein Tool, das Gedichte schreiben kann. Er braucht ein Tool, das Schweizer Branchenstandards versteht und das bei Fachbegriffen nicht halluziniert. Generische KI-Tools liefern bei Bauausschreibungen regelmäßig fehlerhafte Ergebnisse. In einer Branche, in der ein übersehenes Vertragsrisiko die gesamte Marge kosten kann, ist das nicht akzeptabel.
Samsung hat es vorgemacht
Samsung hat 2023 seinen Programmierern erlaubt, ChatGPT frei zu nutzen. Die Entwickler haben internen Code hochgeladen, der damit auf den Servern eines amerikanischen Unternehmens landete, das eng mit Microsoft zusammenarbeitet.
Warum braucht die Baubranche spezialisierte KI-Plattformen wie Scait?
Die Baubranche hat ein Datenproblem, das sich mit generischen Chatbots nicht lösen lässt. Ausschreibungsdokumente sind branchenspezifisch und oft widersprüchlich. Genau dort setzt Scait an.
Ein typisches Szenario: Sie erhalten eine Ausschreibung mit hunderten Seiten Anforderungsdokumenten. Für Ihr Unternehmen sind vielleicht 90 bis 100 Seiten davon relevant. Sie wollen diese schnell identifizieren und die relevanten Spezifikationen extrahieren.
Scait ist genau für diesen Anwendungsfall gebaut. Die KI-Plattform analysiert Ausschreibungsunterlagen, erkennt Risiken in Vertragsbedingungen und erstellt Submissionsunterlagen. Branchenstandards sind nativ integriert.
Während andere KI-Tools Sie vor die Wahl stellen zwischen Datenschutz und Effizienz, löst Scait beides gleichzeitig. Schweizer Datenhoheit. Branchenverständnis. Und eine KI, die entwirft, während Sie entscheiden.
Jetzt starten: Ihre nächsten Schritte
Der erste Schritt kostet Sie eine halbe Stunde: Prüfen Sie, welche KI-Tools in Ihrem Unternehmen heute schon genutzt werden und welche Daten dort hineinfließen.
Den zweiten Schritt machen Sie mit Scait: Eine KI-Plattform, die für Ihre Branche gebaut wurde.
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Häufig gestellte Fragen
Wer haftet, wenn Mitarbeitende KI falsch nutzen?
Nach dem Schweizer Datenschutzgesetz haftet die verantwortliche Person persönlich. Wenn die Geschäftsleitung keine Weisungen erlassen hat, haftet sie mit bis zu CHF 250'000. Bei korrekter Instruktion geht die Haftung auf den Mitarbeitenden über.
Ist eine kostenpflichtige KI-Version sicherer als die Gratisversion?
Nur bedingt. Bezahlversionen bieten zwar teilweise einen Schalter gegen die Nutzung Ihrer Daten zum Training. Aber das ist keine vertragliche Garantie, und die Daten liegen weiterhin auf US-Servern. Für Bauunternehmen mit vertraulichen Ausschreibungsdaten reicht das nicht.
Was ist der Unterschied zwischen DSG und EU AI Act?
Das Schweizer Datenschutzgesetz regelt den Schutz von Personen- und Firmendaten. Der EU AI Act reguliert KI-Systeme selbst und klassifiziert sie nach Risikostufen. Für Schweizer Bauunternehmen, die in der EU tätig sind, gelten beide Regelwerke.
Wie schützt Scait meine vertraulichen Ausschreibungsdaten?
Scait speichert und verarbeitet alle Daten vertraulich. Branchenstandards sind nativ integriert, nicht nachgerüstet. Die KI-Plattform wurde spezifisch für die Analyse von Ausschreibungsdokumenten entwickelt und lernt mit jedem Projekt dazu. KI entwirft, Sie genehmigen.
Fazit: Datenschutz und Effizienz in der Baubranche
In der heutigen Zeit ist der Datenschutz ein zentrales Thema, insbesondere im Bauwesen. Der Einsatz von KI kann viele Vorteile bringen, aber er muss auch verantwortungsvoll gestaltet werden. Unternehmen müssen sicherstellen, dass sie die Kontrolle über ihre Daten behalten und gleichzeitig die Effizienz ihrer Prozesse steigern.
Mit spezialisierten Lösungen wie Scait können Sie sicherstellen, dass Ihre Daten geschützt sind und gleichzeitig die Vorteile der KI nutzen. Es ist an der Zeit, den nächsten Schritt zu gehen und Ihre Ausschreibungsprozesse zu optimieren.

